Symposium 2021


Die Zeit des Dazwischen. Was ändert sich gerade?

Nicht erst die Erfahrung mit der Pandemie führt bei vielen zum Eindruck, in einer Zwischenzeit zu leben. Mannigfaltige Krisendiagnosen ließen bereits vor Corona vermuten, dass sich derzeit grundlegende Rahmenbedingungen wandeln: Bis nach der Jahrtausendwende dominierende politische und ökonomische
Strategien der kapitalistischen Deregulierung verloren an Lösungskraft, die liberale Demokratie als weltweit erfolgreichstes Politikmodell bekam Gegenspieler im Innen und Außen, ihre Defizite wurden offenbar, Eliten und Institutionen werden infrage gestellt.

Die Krise des Politischen wird, wie die Zeit der Pandemie, oft als Chance beschrieben, die die Möglichkeit biete, neu darüber nachzudenken, wie wir leben wollen. Indes zeichnen sich Entwicklungstendenzen bereits ab: Die Digitalisierung hat einen Beschleunigungsschub erfahren und wird die Gesellschaft weiter verändern. Die Arbeitswelt ist gekennzeichnet von neuen und wiederkehrenden sozialen Spaltungslinien. Das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen muss in einer komplexen Welt neu austariert werden. Zur Erfahrung des Dazwischen gehört, dass der Blick nach vorn getrübt ist. Politik und Gesellschaft fahren auf Sicht, die Welt von morgen besitzt noch keine klare Kontur. Wie können wir uns in dieser Zwischenzeit orientieren?

Die sechste Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Literatur und der Philosophie lit und phil e.V. präsentiert dazu Impulse aus der Wissenschaft und diskutiert deren Übersetzung in Praxis, Didaktik und Lebenswelt. Sie richtet sich an Pädagog:innen der Fächer Philosophie, Deutsch, Religion und Sozialwissenschaft/Politik sowie Multiplikator:innen der außerschulischen Bildung, aus Medien und Wissenschaft.


Wann: Donnerstag, 2.9.2021, 10:00 bis 17:00 Uhr
Wo: COMEDIA Theater, Vondelstraße 4–8, 50677 Köln
Kosten: 15 Euro Verpflegungspauschale


Ablauf:

  • Begrüßung durch die Veranstalter:innen
  • Auftakt: Gert Scobel, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: „Wissen und Nichtwissen – wie können wir uns orientieren in einer komplexen Welt?"
  • Vortrag: Alexander Bogner, Universität Innsbruck: „Können Politiker der Wissenschaft folgen?"
  • Diskussion mit Gert Scobel und Alexander Bogner
  • Impuls für die Praxis: Felicitas Rohden: „Ästhetisches Mehrebenen - Objekt zum Perspektivwechsel KOIOS"
  • Vortrag: Nicole Mayer-Ahuja, Universität Göttingen: „Arbeit im Zeichen der Pandemie: Zwischen Isolation, Spaltung und Solidarität"
  • Vortrag: Eva von Redecker, Universität Verona: „Freiheit im Dazwischen: Autoritäre Ansprüche und ökologischer Zeitverlust"
  • Abschlussgespräch: Aladin El-Mafaalani im Gespräch mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Tagungsmoderation: Jürgen Wiebicke


Die Veranstaltung ist in der Fortbildungsdatenbank des Schulministeriums NRW eingetragen und kann von den jeweiligen Schulleitungen als Fortbildung anerkannt werden. Die Teilnehmenden erhalten von der bpb eine Teilnahmebescheinigung.

Konzept: Sabine Dengel (bpb), Linda Kelch (bpb), Laura Oehms und Jürgen Wiebicke

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Kooperation


BpB
Sponsor
Udo Keller Stiftung Forum Romanum
Sponsor
Identity Foundation
Symposium partner
Bundeszentrale für politische Bildung
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